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Vor dort aus wurde sie auf die Westhänge der Anden verlagert, wo sie sich im Gebiet des chaupi-yunga vom heutigen Nordchile bis Kolumbien ausgebreitet hat, später fand sie Verbreitung an der Karibikküste und wahrscheinlich auch auf den karibischen Inseln und der Pazifikküste Mittelamerikas. Derartige Verbreitungen nach Norden sind als hayo oder hay bekannt bis der verallgemeinerte Begriff coca aus Peru von den Spaniern eingeführt wurde. Man unterscheidet die Spezie truxilensa, bekannt als coca "Trujillo", eine Region, in welcher sich der Anbau erhalten hat. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit an diverse Bedingungen, war die E. novogranatense die Spezie mit der größten Ausbreitung im 19. Jahrhundert sowohl in tropischen Gebieten der englischen Kolonialherrschaft wie auch auf Java. Die Insel sättigte schließlich den europäischen Markt von Ende des 19. Jahrhunderts bis zum zweiten Weltkrieg.
Beschreibung - Der Strauch erreicht eine Höhe von 1 bis 3 m mit einem Stamm rötlicher Rinde mit wechselnden ellipsenförmigen oder ovalen Blättern (2 bis 10 cm lang x 1 bis 4 cm breit). Die Farbe ist bei jungen Blättern smaragdgrün und bei reifen Blättern olivgrün mit einer helleren Unterseite. Die Blüten sind klein und weiß, die Früchte klein (im Durchschnitt 10mm) und länglich oder eiförmig, glänzend, rot orange bis hin zu granatrot in der Reife. Der Samen ist von einer starken gerillten Hülle umgeben, hat eine sehr kurze Lebensdauer (1 bis 2 Wochen) und stirbt schnell ab, wenn er getrocknet wird.
Vermehrung - Die Vermehrung läuft üblicherweise über den Samen. Die kleinen Früchte werden einige Tage eingeweicht, solange, bis sich das Fruchtfleisch leicht ablösen lässt. Der Samen wird gewaschen und in geeignete Samenerde gepflanzt, feucht genug und schattig, um eine Austrocknung zu vermeiden. Das Wachstum ist im Anfangsstadium sehr gering. Bei einer Höhe von etwa 20 bis 30 cm wird die Pflanze umgepflanzt mit einem Mindestabstand von einem Meter. Im Falle der E. coca werden auch Stecklinge benutzt.
Ernte - Es gibt zwei Haupterntephasen (April – Mai und November). Die Blätter werden mit großer Sorgfalt gepflückt, ein Grund dafür, dass diese Arbeit traditionell von Frauen ausgeführt wurde. Danach werden die Blätter an der Sonne oder auch in geeigneten Öfen getrocknet. Diese Behandlung verhindert ein Fäulnis der Blätter und garantiert den Erhalt der positiven Eigenschaften. Traditionell werden die Blätter dann in Körben oder Stoffbeuteln transportiert.
Aus: http://www.lamolina.edu.pe/cocachasqui/Cochask09.htm |