Wahlen fuer die Verfassungsgebende Versammlung im Beni
 
 
 
"Diese Voelker haben fuer die Unabhaengigkeit des Landes gekaempft, wurden aber nicht zur Gruendung des bolivianischen Staates herangezogen, daher sind sie fuer diese Verfassungs-gebende Versammlung auf die Strasse gegangen."
Verfassungsgebende Versammlung > Einleitung
 
       
   
Die politische Verfassung Boliviens ist ein Ensemble von fundamentalen Gesetzen, gepraegt von den einzigarti-gen Begebenheiten der Landesge-schichte. Die erste Verfassung des Landes, besser bekannt als die Bolivarianische Verfassung, wurde von Simon Bolivar, dem Befreier Boliviens verfasst. Sie wurde am 6. August 1825 bei der Erklaerung der Unabhaengigkeit Boliviens verkuendet und von Antonio Jose de Sucre, dem ersten Praesidenten der Republik, am 18. November 1826 offiziell erlassen. Inspiriert von seinen Liberalen Zeitgenossen und Mitstreitern, schloss diese Verfassung das Wahlrecht fuer Frauen und Analphabeten, also beinahe alle Indigenas und Campesinos, die 80% der Bevoelkerung stellen, aus.
Aufteilung der Mitglieder der Versammlungs

Seitdem wurde die Verfassung in 18mal in Teilen modifiziert, diese Aenderungen erfolgten in den Jahren 1831, 1834, 1839, 1843, 1851, 1861, 1868, 1871, 1878, 1890, 1938, 1945, 1947, 1961, 1967, 1994 und 2004.

Der Verfassungsgebende Prozess, im welchem Bolivien sich heute befindet, hat seinen Anfang im Jahr 1990, als die urspruenglichen Volker des Beni das Land durchquerten um nach La Paz zu gelangen. Sie forderten Wuerde und Land fuer die indigene Bevoelkerung, sowie die Anerkennung der ethnischen Pluralitaet. Es dauerte vier Jahre, bis ihre Forderungen bearbeitet wurden. Mit einer Modifikation der Verfassung im Jahre 1994 wurde der multiethnische Charakter und die kulturelle Vielfalt des Landes ofiziell anerkannt. Der Kongress, unter der Mehrheit der sogenannten traditionellen Parteien, hat jedoch alle weiteren Forderungen des Jahres 1990 ignoriert, und damit Blockaden der Indigenas und Cocaleros hervorgerufen, dessen Funken des Hasses und der Enttaeuschung spaeter in den Ereignissen des Februar und Oktober 2003 gipfelten.

Tras la dimisión del presidente Sánchez de Lozada, el nuevo mandatario, Carlos Mesa, se comprometió a convocar a una Asamblea Constituyente. Para ello, se modificaron 14 artículos de la constitución, introduciendo normas transitorias, preparando el camino hacia la Asamblea Constituyente.

Am 6. Maerz 2006 hat der Praesident Evo Morales das “Sondergesetz zur Einrichtung einer Verfassungsgebenden Versammlung” verabschiedet, welches zu den Wahlen am 2. Juli 2006 aufrief, in denen 255 Vertreter berufen wurden, 135 Stimmen entfielen dabei auf die Partei des Praesidenten, die MAS.

In dem damit verbundenen Autonomitaets-Referendum stimmten 54% der Bevoelkerung gegen die Autonomitaet der Departements, obwohl der Vorschlag in den Departements Beni, Pando, Santa Cruz und Tarija eine Mehrheit erzielte, Dieses Ergebnis zwang die nationalen Authoritaeten dazu, diesen Regionen bestimmte Kompetenzen und Finanzmittel zuzuerkennen. Jetzt ist es Aufgabe der Verfassungsgebenden Versammlung, diesem Prozess einen Rahmen zu geben. Die Regierung hat wiederholt betont, dass sie das Autonomitatesprinzip bis in die Provinzen und Regionen und sogar bis in die Ayllus, die traditionellen Dorfgemeinschaften bringen will. Mit weniger als zwei Dritteln der Stimmen ind der Versammlung, muss die MAS nun Uebereinstimmungen mit den anderen politischen Kraeften suchen. Die Neuerschaffung des bolivianschen Republik hat somit begonnen.

Am 6. August werden die Beratungen und Erarbeitungen von Vorschlaegen fuer eine neue Verfassung Boliviens einen Anfang finden, und es wird unter anderem ueber Themen wie Bodenschaetze, regionale Autonomitaet, das Besitzrecht von Laendereien, die Nutzung des Landes, die direkte Wahl von Regierungen und Themen des Militaers und der Polizei verhandelt werden.